Thus Love (Urban Spree)

Konzertkritik: Thus Love
Price:
22,70 €

Reviewed by:
Rating:
5
On 19. März 2025
Last modified:10. Januar 2026

Summary:

Thus Love würde ich mir jederzeit wieder ansehen, meine hohen Erwartungen wurden voll erfüllt.

Um es vorweg zu nehmen: Auf dieses Konzert warte ich schon seit anderthalb Jahren. So lange ist es nämlich her, dass mir die queeren Post-Punks aus Vermont mal in die Playlist gespült wurden und mich sofort begeistern konnten. Hohe Erwartungen also, ob sie die im Urban Spree erfüllen können?

Entgegen der auf dem Ticket benannten Zeit hat jemand heute jedoch beschlossen, erst 20:30 den Einlass zu beginnen statt 20 Uhr das Konzert. Also tapse ich vorher noch eine Weile erwartungsvoll über das RAW-Gelände. Als es die Tür dann aber öffnet, geht’s auch relativ zügig mit einem Support los. Das ist heute das Londoner Trio Dream Nails. Von denen höre ich heute zum ersten Mal, obwohl es die Band mittlerweile seit 10 Jahren gibt. Aber gut, Riot Grrrl Punk ist jetzt auch nicht das Genre, das ich oft auf den Ohren hab. Trotz suboptimaler Tonmischung sorgt ihr Auftritt bei mir aber für gute Laune.

Dream Nails

Schlagzeugerin Lucy Katz hielt zur Mitte des Sets eine kurze Ansprache dazu, dass die Musik heute in bester DIY-Punk-Manier davon überzeugen solle, dass sich doch eigentlich jede*r ein Instrument schnappen und damit ausdrücken könnte. Passend dazu verschenkte sie ihre Drumsticks an jemanden aus dem Publikum mit der augenzwinkernden Drohung: wenn daraus ’ne Band wird, spielen sie für die auch mal den Support. Hehre Worte, an denen ich nichts zu kritteln habe… außer, dass die gute Dame derart präzise und Punk-untypisch ziemlich elaboriert an den Trommeln war, sodass mich das eher eingeschüchtert als motiviert hat.

Nach kurzem Umbau betreten dann zu den Klängen von Britney Spears‘ „Toxic“ Thus Love die Bühne. Aus dem ursprünglichen Power Trio aus einer Kleinstadt in Vermont ist zwischenzeitlich ein Quartett mit 2 Gitarren, Schlagzeug und Bass geworden, sparsam unterstützt von Synthies. Und schon von den ersten Takten des Debut-Openers „Repetitioner“ bin ich voll dabei.

Ich hab’s ja schon ein paar mal erwähnt, dass Post Punk mich die letzten Monate doch schwer begeistert, insofern möchte mich da nicht wiederholen. Heute haben mich insbesondere die Basslines begeistert, mit entsprechenden Moves von Ally Juleen unterlegt. Zudem könnte Echo Mars mit der Stimme auch Kochrezepte vorlesen, ich fänd’s immer noch geil. Persönliche Highlights des Abends waren für mich „On the Floor“ und „Inamorato“.

Fazit

Thus Love würde ich mir jederzeit wieder ansehen, meine hohen Erwartungen wurden voll erfüllt.

5
Ticketpreis: 22,70 €

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