Low Island (Prachtwerk)

Konzertkritik: Low Island
Price:
28,20 €

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Rating:
5
On 1. November 2025
Last modified:10. Januar 2026

Summary:

So zeigt sich heute mal wieder, dass keine Erwartungen oft die besten sind. Der Nieselregen und das graue Novemberwetter sind schnell vergessen und ich kann mich dem hervorragenden Sound im Prachtwerk hingeben. „Who's having the greatest Time“?

Heute mal ein Name, von dem ich zwar weiß, dass er in meiner Sammlung auftaucht, aber der mir auch nicht so präsent ist, dass ich sofort einen Song nennen könnte. Als ich mir vor ein paar Monaten das Ticket kaufte, habe ich zumindest nochmal geschaut, dass ich mehr als zwei, drei Songs kenne. Offenbar war das der Fall, also bin ich heute hier.

Da ich üblicherweise in Vorbereitung auf Konzerte die Musik der jeweiligen Künstler*innen nicht mehr aktiv anspiele, könnte man meine Erwartungshaltung heute als quasi nicht-existent bezeichnen. Das Prachtwerk ist aber fußläufig bei mir um die Ecke, also trotz des miesen Wetters kein Grund zum Kneifen. Das wird immerhin voraussichtlich mein letztes Konzert dieses Jahr werden.

Kiki Annette

Als ich den Laden betrete, fühle ich mich in die gleiche Situation wie vor kurzem bei Mel D versetzt: nur eine Handvoll Leute da. Aber wie ich da ja gelernt habe, muss das kein schlechtes Omen sein.

Und es gibt vorher auch noch einen Support, diesmal in Person von Kiki Annette. Die singt mit großartiger Stimme, die mich etwas an Lana Del Rey erinnert, eine Handvoll melancholischer Stücke. Dazu spielt sie auf einer wunderschönen Resonatorgitarre, klingt alles sehr stimmig. Ich denke, ich werde sie mal auf den üblichen Diensten abonnieren. Anspieltipp: „Saint“.

Kurz darauf betreten dann die vier Herren von Low Island die Bühne, während Kiki Annette sich ins Publikum begibt und dort den Rest des Abends ausgelassen mitfeiert. Bereits von Beginn an wird klar, dass Tempo und Lautstärke jetzt angezogen werden. Relativ früh werden auch einige Stücke gespielt, bei denen mir dann auch wieder klar ist, warum ich mir das Konzert anschauen wollte. Titel wie „Once in awhile“ und „Spit it out“ gehen schon ziemlich in die Beine. Entsprechend ist das Publikum gut am Zappeln – sogar einige ältere Herrschaften, die ich auf so einem Konzert nicht erwartet hätte.

Im Nachhinein habe ich mich doch nochmal durch die Titel in meiner Musiksammlung gehört. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie zum Teil elektronischer wirken als es sich heute abend gestaltet hat. Zwar kommen einige Samples natürlich vom Band und auch Synthies gibt’s nicht zu knapp. Insgesamt ist Low Island aber auf dem Konzert trotzdem sehr handwerklich unterwegs.

In der Zugabe gibt’s dann noch mein Highlight des Abends. Das Stück „In Person“ war eines der ersten, durch das ich auf Low Island aufmerksam wurde. Das erschien zwar schon 2019, sollte ein Jahr später aber in neuem Licht erscheinen.

Fazit

So zeigt sich heute mal wieder, dass keine Erwartungen oft die besten sind. Der Nieselregen und das graue Novemberwetter sind schnell vergessen und ich kann mich dem hervorragenden Sound im Prachtwerk hingeben. „Who’s having the greatest Time“?

5
Ticketpreis: 28,20 €

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