Knorkator (Columbiahalle)

Konzertkritik: Knorkator
Price:
42,93€

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Rating:
5
On 20. März 2026
Last modified:21. März 2026

Summary:

Alles in allem aber gude Laune und Feierei. Alle paar Jahre kann man sich das schon mal geben. Wer weiß, wie lange sie's noch machen 😉

Meine Fresse, über sechs Jahre ist es mittlerweile schon wieder her, seit ich Knorkator das letzte Mal sah. Damals fragte ich mich, ob aller guten Dinge drei sind, die diesjährige Tour läuft nun sogar unter dem Motto Aller guten Dinge sind 30, eine Anspielung auf das entsprechende Band-Jubiläum. Und wieder mal komme ich mit dem Gedanken: Wer weiß, wie lange sie das noch machen. Wir werden ja alle nicht jünger.

Der Support ist schon zugange, als ich die Columbiahalle betrete. Und weil ich zur Abwechslung mal die Garderobe aufsuche, bekomme ich davon nicht genug mit, um mich hier qualifiziert darüber auslassen zu können. Also kommen wir gleich zum Wesentlichen.

Vergleichsweise früh, nämlich schon halb 9 geht’s mit Knorkator los. Und ich bin überrascht, Stumpen im (wenn auch wild gemusterten) Anzug zu sehen. Ich habe die Konzerte so in Erinnerung, dass er die ganze Zeit nur im Schlüpper über die Bühne springt. Ist das das erste Zeichen dafür, dass sie seriös werden? Wohl kaum, wenn man sich aktuelle Texte wie „DMT“ oder das nicht sofort offensichtliche „Steh auf“ anhört. Der Anzug wird auch mit jedem Stück weiter aufgeknöpft, bis Stumpen dann den Rest des Abends doch wieder oben ohne performt.

Stumpen

Was jedoch neu ist, dass sich Knorkator allmählich zu einem Generationenprojekt entwickelt. Mit auf der Bühne stehen neben den üblichen Nasen mittlerweile auch Tim Tom, Sohn von Alf Ator an der E-Gitarre sowie Stumpens Tochter Agnetha am Mikro, die einige der Stücke anstelle ihrer Eltern singen. Ob es daran liegt, dass Agneta die höheren Passagen mittlerweile leichter trifft als Stumpen im Falsett? Schietegal, die machen ihre Sache hervorragend, wenngleich sie sich zumindest optisch nicht ganz in den Stil der Band einfügen.

Wer meine letzten Kritiken zu Knorkator gelesen hat, weiß, was es ansonsten auf dem Konzert zu erwarten gibt. Es gibt Animation und Geplänkel (inklusive der obligatorischen musikalischen Publikumsbeleidigung „Für meine Fans“), Konfetti und Pyrotechnik. Für die vergleichsweise läppischen gut 40 Euro wird hier über mehr als zwei Stunden einiges Spektakel aufgefahren. Meine Highlights heute waren dennoch die seltenen Titel, die etwas ernsthafter ausgefallen sind, genauer gesagt das zeitlose „Eigentum“ und das immer wieder herrlich deprimierende „Weg nach unten“.

Fazit

Alles in allem aber gude Laune und Feierei. Alle paar Jahre kann man sich das schon mal geben. Wer weiß, wie lange sie’s noch machen 😉

5
Ticketpreis: 42,93€

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