Billie Marten (Auster-Club)

Konzertkritik: Billie Marten
Price:
17,95 €

Reviewed by:
Rating:
4
On 6. November 2019
Last modified:7. November 2019

Summary:

Spätestens bei „Vanilla Baby“ geht mir das Herz auf. Gern hätte ich noch ein paar mehr Songs gehört, aber offenbar ist Billie Marten etwas angeschlagen. Daher ist nach etwa einer Stunde leider schon Schluss.

Irgendwann muss der Zeitpunkt kommen, da landet Musik von Künstlern in meiner Playlist, die nicht mal halb so alt sind wie ich. Ich hab allerdings nicht damit gerechnet, dass das schon so früh passiert.

Und mit früh meine ich vor vier Jahren, als mir ein bekannter Musikstreamingdienst „Heavy Weather“ von Billie Marten vorschlug. Als ich dann recherchierte, wer das ist, habe ich mich richtig alt gefühlt. Denn von einer (damals) 16jährigen, die eigentlich ganz anders heißt, hätte ich diesen Klang nicht erwartet.

Teenie-Popstars hat’s auch in meiner Jugend schon gegeben. Das waren allerdings in aller Regel Kunstfiguren, die kein Instrument spielen, ausgestattet mit Songs von professionellen Schreibern und musikalisch auf eine leicht beeinflussbare Zielgruppe zurechtproduziert.

Die folkigen Stücke von Billie Marten hingegen sind nicht gerade massenkompatibel, sprechen mich musikalisch aber an. Es gibt Musiker, die ihre ganze Karriere mit Songs bestreiten, die mit nur drei bis vier Akkorden zurechtgeschrammelt werden. Das Finger-Picking und die harmonischen Akkordwechsel der Britin hingegen verfangen und haben mich auch nicht erst einmal motiviert, selbst zur Klampfe zu greifen.

Zu behaupten, dass jeder Song in meinen Ohren ein Hit ist, wäre nun aber übertrieben. Einiges fällt eher die Kategorie „kann man nebenbei laufen lassen“. Daher find ich’s gut, dass Billie in den Stimmpausen den Kontakt mit dem Publikum sucht, kurz erzählt, worum’s in einem Song geht, nach interessanten Fakten über Berlin fragt oder etwas Bewunderung für die mitgebrachte Lampe einfordert. Würde sie lediglich ihre Lieder zum besten geben, wäre das Konzert nur halb so unterhaltsam.


Billie Marten – Ribbon on YouTube

Fazit

Spätestens bei „Vanilla Baby“ geht mir das Herz auf. Gern hätte ich noch ein paar mehr Songs gehört, aber offenbar ist sie etwas angeschlagen. Daher ist nach etwa einer Stunde leider schon Schluss.

4
Ticketpreis: 17,95 €

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